In Pfaffenhofen
Dr. Eisenmann-Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft

Studierende bei der Bewertung von Heu im Laufstall

Die Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, vermittelt angehenden Unternehmern Handlungs- und Entscheidungskompetenz sowie Grundlagen der Mitarbeiterführung. In der umwelt- und tiergerechten Produktions- und Verfahrenstechnik vertieft sie vorhandenes Wissen. Der Schulstandort Pfaffenhofen beginnt jährlich mit einem Wintersemester.

Fachliche Schwerpunkte sind im Bereich Pflanzenbau z. B. Getreide- und Futterbau, im Bereich Tiere die Rinder- und Schweinehaltung. Gleichzeitig ist die Dr. Eisenmann-Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen die einzige Fachschule für Hopfenbau in Bayern. Das Wahlfach Hopfenbau wird in den Wintersemestern und im Sommersemester unterrichtet.

Sommersemester

  • Dauer des Sommersemesters: jeweils von April bis August
  • Das Sommersemester umfasst mindestens 14 Pflichtschultage sowie die Erstellung einer Dokumentation.

Wintersemester

  • Die Anmeldung für das nächste Praxisjahr ist noch möglich. Im Oktober 2021 startet ein 1. Semester.
  • Dauer des aktuellen Wintersemesters: Oktober 2020 bis März 2021
  • Blockunterricht Hopfenbau vom 12. - 16. Oktober 2020
  • Derzeit:
    31 Studierende im 1. Semester 2020/21
    23 Studierende im 3. Semester 2020/21
Voraussetzungen

Aufnahmevoraussetzungen sind

  • ein Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Landwirtschaft sowie
  • zusätzlich ein Jahr einschlägige Berufspraxis.
Praxisjahr
Das sogenannte Praxisjahr ist dem Besuch der Landwirtschaftsschule vorgeschaltet und wird von den Lehrkräften der Landwirtschaftsschule betreut. Es dient dazu, Erfahrungen auf dem Betrieb zu sammeln und betriebseigene Daten und Unterlagen für den anstehenden Schulbesuch vorzubereiten. Dazu finden während des gesamten Jahres mehrere Veranstaltungen statt.
Ablauf und Abschluss
Die Ausbildung umfasst zwei fachtheoretische Wintersemester mit jeweils 20 Unterrichtswochen. Das Sommersemester umfasst einen schulischen und einen fachpraktischen Teil. Der schulische Teil besteht aus 15 Sommersemestertagen und einer Semesterarbeit. Der fachpraktische Teil wird unter Betreuung durch die Landwirtschaftsschule in einem landwirtschaftlichen Betrieb abgeleistet. Wer das dritte Semester besteht, darf die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatliche geprüfte Wirtschafterin für Landbau" führen.
Unterrichtsfächer
  • Landwirtschaftlicher Pflanzenbau
  • Landwirtschaftliche Tierhaltung
  • Betriebslehre
  • Unternehmensführung
  • Steuer- und Sozialrecht
  • Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
  • Seminar zu sozialer und religiöser Bildung
  • Landmaschinenseminar
  • Tiergesundheit und Tierschutz
  • Naturschutz- und Landschaftspflege
  • Waldwirtschaft mit Seminar Waldbau
  • Rechtslehre
  • Marktlehre und Agrarpolitik
  • Rhetorik, Gesprächsführung und Präsentation
Meisterprüfung
Studierende der Landwirtschaftsschule, die vor Schulbeginn eine mindestens einjährige Berufspraxis abgeleistet haben, können zusammen mit der Abschlussprüfung der Landwirtschaftsschule Teile der Meisterprüfung ablegen. Die weiteren Teile der Meisterprüfung werden im Anschluss an die Landwirtschaftsschule abgelegt.
Anmeldung
Das Schuljahr startet jeweils im Wintersemester. Anmeldung für den Besuch der Landwirtschaftsschule ist in der Regel ein Jahr vor dem gewünschten Schulstart nötig.

Aufnahmeantrag Landwirtschaftsschule (PDF) - Staatsministerium Externer Link

Schulleben

Sommerschultag "Lebensraum für Rebhühner"

Mann schiebt Rundholz in oberen Teil eines kegelförmig aufgebauten Haufens aus Ästen und Laub, weitere Personen stehen danebenZoombild vorhanden

Anlegen einer Hecke

Am 12.08.2020 haben die Studierenden im Zuge des Sommerschultages in dem Fach "Naturschutz und Landschaftspflege" eine 2 Hektar große Fläche südlich der Scheller Mühle gepflegt. Aufgrund der aktuellen Situation verschob sich dieser Sommerschultag vom späten Frühjahr in den Sommer und konnte dank der Ausnahmegenehmigung der Oberen Naturschutzbehörde durchgeführt werden.
Das Ziel war es, an diesem Tag den Lebensraum für die Rebhühner weiter zu verbessern.
Zu den Pflegemaßnahmen gehörte beispielsweise das Errichten von einem Lesesteinhaufen und von Benjeshecken. Die Benjeshecke dient mitunter der Zauneidechse, den Wildbienen sowie vielen Vogelarten als Lebensraum.
Beim Bau einer Benjeshecke wird Totholz aufgestapelt. Alle Studierenden packten tatkräftig mit an. Es war nach Aussage der Studierenden beeindruckend, "was man als große Gruppe an einem Tag leisten kann."
Nach erfolgreich verrichteter Arbeit bekamen die Studierenden zum Abschluss des Sommersemesters von Schulleiterin Petra Praum das Zeugnis überreicht.

Sommerschultage - mit Abstand

Mann steht im Acker und spricht zu Personen, die mit Abstand von ihm entfernt stehenZoombild vorhanden

Abstand ist erforderlich

Der Erfahrungsaustausch mit Berufskollegen und Betriebsbesuche stehen im Sommersemester im Mittelpunkt - normalerweise. Auf Abstand oder digital fanden 2020 die Sommersemesterschultage statt.

22 Studierende meistern den "Staatlich geprüften Wirtschafter für Landbau"

Im März 2020 haben 22 Studierende ihre Ausbildung zu Staatlich geprüften Wirtschafterinnen und Wirtschaftern für Landbau beendet. Die besten drei Absolventen in diesem Jahrgang an der Dr. Hans-Eisenmann Landwirtschaftsschule waren Johannes Reitberger aus Hohenwart mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,50, gefolgt von Josef Moll aus Pfaffenhofen mit 1,58 und Konrad Brummer aus Hohenwart mit 1,66. Die Absolventen kommen aus fünf Landkreisen.
Auf Grund der Corona-Pandemie fiel die traditionelle Schulschlussfeier mit zahlreichen Ehrengästen allerdings aus.
"Für Dialog gerüstet"
Für Schulleiterin Petra Praum steht außer Zweifel: "Landwirtschaft ist lebensnotwendig. Ein intensiver Austausch fachlich fundierter Argumente kann auf beiden Seiten – für landwirtschaftsnahe und landwirtschaftsferne Menschen – zu mehr Verständnis füreinander führen. Für diesen Dialog sind unsere Absolventen bestens gerüstet."
Herausforderungen für die Betriebsleiter
Im Laufe dieser zweijährigen Fortbildung haben sich die Studierenden intensiv mit ihrem eigenen Betrieb auseinandergesetzt. Ein wichtiges Thema war während der Schulzeit eine zunehmend größer werdende Herausforderung: Auf der einen Seite muss eine Betriebsleiterfamilie genug Einkommen erwirtschaften, um von der Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Auf der anderen Seite muss sie Lösungen finden, um den gesellschaftlich bedeutenden Themen wie der Förderung der Artenvielfalt oder dem Tierwohl Rechnung zu tragen.
Vielfalt in der Produktion
Eine Besonderheit ist in der Region Pfaffenhofen die Vielfalt der Produktionsverfahren, die die Betriebe ausüben. So waren in diesem Semester Studierende aus Milchviehbetrieben, Mutterkuh-, Hopfenbau-, reinen Marktfruchtbau-, Kartoffelbau- und einem Schweinemastbetrieb. Einige sind in der Direktvermarktung aktiv und geben den Verbrauchern durch diese Vermarktungsform einen Einblick in die aktuelle Form der Landbewirtschaftung.

Verleihung des Biodiversitätspreises am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Silber für unsere Landwirtschaftsschule

Als Anerkennung für ihr herausragendes Projekt beim landesweiten Wettbewerb "Biodiversität: Erzeugung gestalten, Arten erhalten" zeichnete Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber das dritte Semester der Dr. Eisenmann-Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen aus. Aus der Hand vom Amtschef des Landwirtschaftsministeriums Hubert Bittlmayer bekamen die Studierenden Josef Moll und Johannes Bemmerl stellvertretend für das ganze Semester den mit 900 Euro dotierten Silberpreis für ihre Leistungen. Bayernweit hatten sich zwölf Fachschulen der Land- und Hauswirtschaft am Wettbewerb des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beteiligt.
Besonders freuten sich Projektbetreuerin Katharina Land und Behördenleiter Christian Wild über die Auszeichnung: "Unsere Studierenden stellen sich aktiv den gesellschaftlichen Herausforderungen und engagieren sich vorbildlich auf ihren Betrieben zum Thema Biodiversität und Landwirtschaft." Die Drittsemester aus Pfaffenhofen hatten Maßnahmen entwickelt, wie sie als Landwirte Arten erhalten und die Kulturlandschaft verbessern können.
Aktivitäten von Eichstätt bis Freising
Jeder Studierende setzte auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb ein eigenes Projekt zur Biodiversität um. Die Studierenden legten beispielsweise Blühflächen an, ließen Totholz in Streuobstwiesen stehen, mähten zu einem späteren Zeitpunkt oder gestalteten die Hoffläche artenfreundlich. Daraus entstand ein flächenübergreifendes Großprojekt von den Jurahügeln Eichstätts bis zu den Ampertälern Freisings. Die Studierenden sehen sich als Botschafter für den Erhalt der Biodiversität in ihrer Heimat und machten die Bevölkerung mit Hinweistafeln auf ihre Projekte aufmerksam.

Übergabe der Meisterbriefe und Meisterpreise Landwirtschaft

Gruppenbild der Meister mit UrkundenZoombild vorhanden

25 Meisterinnen und Meister aus dem Dienstgebiet

25 ehemalige Studierende der Dr.-Eisenmann-Landwirtschaftsschule haben bei einem Festakt im Herbst 2019 ihre Meisterbriefe aus der Hand von Regierungspräsidentin Maria Els erhalten.
Als bester aus ganz Oberbayern schloss Maximilian Gottschall aus Ludwigsmoos ab mit der Traumnote 1,0.

Pressemitteilung der Regierung von Oberbayern Externer Link

Kontakt

Dr.-Eisenmann-Landwirtschaftsschule
Schulleiterin: Petra Praum
Stellvertretende Schulleiterin: Gisela Hammerschmid
Gritschstr. 38
85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm
Tel.: 08441 867-1113
E-Mail: poststelle@aelf-ph.bayern.de

Sachaufwandsträger

Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm
Hauptplatz 22
85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm
Internet: www.landkreis-pfaffenhofen.de Externer Link