Verschoben auf Sommer 2021
Fachtagung Kita- und Schulverpflegung – Genießen mit Verantwortung

Mädchen blickt durch Schneebesen und Kochlöffel

© gettyimages

Bis Ende August 2020 dürfen wir keine Veranstaltungen durchführen, worunter auch die Fachtagung im Veranstaltungsforum Fürstenfeld fällt.

Wir planen die nächste Fachtagung Kita- und Schulverpflegung für Dienstag, 6. Juli 2021.

Veranstaltungsort

Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Fürstenfeld 12 (für Navigationsgeräte: Zisterzienserweg), 82256 Fürstenfeldbruck

Ansprechpartnerinnen

Gisela Schaelow
AELF Fürstenfeldbruck
Kaiser-Ludwig-Straße 8a
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 08141 3223-340
Fax: 08141/3223-555
E-Mail: poststelle@aelf-ff.bayern.de
Petra Ertlmaier
AELF Fürstenfeldbruck
Kaiser-Ludwig-Straße 8a
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 08141 3223-344
Fax: 08141/3223-555
E-Mail: poststelle@aelf-ff.bayern.de

Rückblick

Fachtagung 2019

Kita- und Schulverpflegung – digital ist real

Spätzlepfanne mit Gemüse per Mausklick – Smartphone, Tablet und Laptop begleiten unseren Alltag. Die Technik verarbeitet heute riesige Datenmengen rasend schnell. Dies bietet auch der Kita- und Schulverpflegung Chancen. Gleichzeitig blickt mancher mit Sorge auf die sich verändernden Arbeitsprozesse.
Die Fachtagung Kita- und Schulverpflegung am Mittwoch, den 10. Juli im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck beleuchtete ausgehend von der intelligenten Küche die Digitalisierung unserer Lebenswelt. In Vorträgen, Foren und im gegenseitigen Austausch erhielten die Teilnehmer Informationen, Anregungen und Tipps für ihre Einrichtungen.
Chancen und Ängste
Die Digitalisierung hat auch im Verpflegungsbereich schon längst Einzug gehalten. Um die Chancen aber auch Ängste der Akteure ging es im Fachvortrag von Dr. Claudia Paganini von der Universität Innsbruck. "Neue Medien wurden von den Menschen zu jeder Zeit als Bedrohung wahrgenommen", berichtet die Medienethikerin. Auch die digitalen Medien treffen bei den verschiedenen Generationen auf eine unterschiedliche Haltung. "Für die einen ist Digitalisierung das Zauberwort, bei den anderen ruft sie eher Angst oder Vorbehalte hervor", beschreibt sie. Dies führe zu Verhaltensunsicherheit, bis man sich an das Neue auch wieder gewöhnt habe. Sie rief die Teilnehmer dazu auf, ihre Haltung den digitalen Medien gegenüber zu klären und möglicherweise auch als Vermittler zwischen den Generationen aufzutreten.
Vernetzung der Geräte
Anette Kreiselmeyer von der Abteilung Haushaltstechnik und Textil im Agrarbildungszentrum Landsberg beleuchtete die Digitalisierung in der Küche von der ganz praktischen Warte aus: Sie erläuterte, wie sich Geräte in der Küche vernetzen lassen, wie praktisch der Zugriff aus der Ferne sein kann, auch wenn es um die Gerätewartung geht, und welche Vorteile sich für die Küchenmitarbeiter daraus ergeben können.
Ernährung digital
Auch im Forum "Ernährung digital", das Dr. Paganini am Nachmittag anbot, ging es digital zu: Ganz praktisch konnten die Teilnehmer Apps testen, die es im Bereich von Food und Ernährung gibt. Anhand dieser Beispiele stellte die Referentin dar, wie u. a. Pädagogen das bei den Kindern schon vorhandene Know-how und Interesse an digitalen Medien sinnvoll nutzen können.
Lebensmittel Milch
Im Forum "Milch. Mal ganz klar erklärt." setzten sich die Teilnehmer mit dem zurzeit kontrovers diskutieren Lebensmittel Milch auseinander. Die Fachberaterin Anja Schwengel-Exner von der Verbraucherzentrale Bayern klärte Fragen und Unsicherheiten.
Bildungspotenzial Mahlzeit
Welche Bildungspotenziale in den Essenssituationen in Kita und Schule stecken machten Silke Schöngart-Mühlegg und Jeanette Schülke von der Landeshauptstadt München im dritten Forum deutlich. Die Teilnehmer erarbeiteten in Kleingruppen, welche Bildungsschätze sich aus der Essenssituation ergeben könnten. Ein Fazit war, dass hier die Kommunikation zwischen Pädagoge oder Ausgabepersonal und Kind/Jugendlichem einen ganz großen Stellenwert haben muss und dass diese mit Wertschätzung und auf Augenhöhe ablaufen sollte.

Fachtagung 2018

Genussort Mahlzeit – Food-Trends in Kita und Schule

Die Fachtagung Kita- und Schulverpflegung am 11. Juli 2018 in Fürstenfeldbruck nahm die Esskultur und die Wertschätzung von Lebensmitteln in den Fokus. Unter anderem zeigte sie den Einfluss von Trends wie Digitalisierung und Globalisierung auf das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen auf.
Zielgruppe waren die Verantwortlichen für die Verpflegung in Kitas und Schulen, beispielsweise Verpflegungsbeauftragte, Küchenleiter, Speisenanbieter, Lehrer und pädagogische Fachkräfte.
Zum 10. Mal fand die Fachtagung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung im Juli 2018 im Veranstaltungsforum Fürstenfeld statt. Nachdem Günter Biermayer, Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck, das pädagogische und hauswirtschaftliche Personal aus Kindertagesstätten, Schulen sowie Speisenanbieter begrüßt hatte, stellte der 2. Bürgermeister der Stadt Fürstenfeldbruck, Christian Götz, die Wichtigkeit einer gesunden Kita- und Schulverpflegung heraus und gab Ausblicke, wie sich auch die Stadt Fürstenfeldbruck für mehr Ernährungswissen in der Bevölkerung engagieren möchte.
Einflüsse auf das Essverhalten
Im ersten der beiden Fachvorträge stellte Dr. Esther Gajek von der Universität Regensburg unter dem Titel "digital, global, lokal, irrational" vor, welche kulturellen und gesellschaftlichen Einflüsse das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. Ernährungstrends verbreiten sich ihrer Aussage nach in dieser Altersgruppe besonders schnell über Blogger, Influencer und die Bildsprache der sozialen Medien. Während sich ein Teil intensiv mit der Ernährung auseinandersetze und mit Schlagworten wie vegan, Urban Gardening oder Bio für Aufmerksamkeit sorge, gehe beim anderen Teil die Ernährungskompetenz verloren.
Kochen werde zunehmend durch Fertigprodukte oder Lieferservices ersetzt. Der Vortrag von Dr. Gajek motivierte die Zuhörer, durch eine qualitativ hochwertige Verpflegung in Kitas und Schulen und die dazugehörigen pädagogischen Angebote das Ernährungswissen der Kinder zu stärken und eine gute Grundlage für ein gesundes Wachstum zu legen.
Stress lass nach
Die Sozialpädagogin Petra Bartoli y Eckert thematisierte im zweiten Vortrag den Umgang mit Stresssituationen, die im Kindergarten-, Schul-, und Küchenalltag auf der Tagesordnung stehen. Der Fokus lag auf der eigenen Stressbewältigung und wie man trotz stressiger Situation widerstandsfähig und gesund bleibt. Wichtig dafür bleibe immer die Frage nach der Sinnhaftigkeit der eigenen Handlungen. Ebenso lassen uns nach Meinung der Referentin soziale Kontakte, Lernen, körperliche Betätigung und anderen zu helfen aufblühen und bieten einen Anker in stressigen Situationen.
Verknüpfung von Theorie und Praxis
Die Mittagspause nutzen die Teilnehmer gerne zur Stärkung am ausgewogenen, reichhaltigen Buffet sowie zum Austausch mit Kollegen und Ausstellern am Markt der Möglichkeiten. Am Nachmittag ging es dann in Kleingruppen weiter. Dr. Gajek beleuchtete geschlechterspezifisches Essverhalten. Die Pubertät sei maßgeblich von der Identitätsfindung geprägt. Dies wirke sich auch entscheidend auf die Entwicklung des Essverhaltens aus – bei dem es zwischen den Geschlechtern oft große Unterschiede gebe. Mithilfe eigener Biographiearbeit arbeiteten die Teilnehmer gendertypische Unterschiede heraus.
Bartoli y Eckert zeigte praktische Techniken, wie sich akute Spannungszustände abbauen lassen und gab den Teilnehmern ein "Notfalltäschchen" an die Hand, das sowohl im Beruf als auch privat erste Hilfe gegen Stress bieten kann.
Kochwagen für Schulen
Im dritten Forum stellte Christiane Klimsa vom Referat Bildung und Sport der Stadt München gemeinsam mit Marco Kellhammer vom Team "überkochen" den Kochwagen für Schulen vor. Da der Wagen von einem Induktionskochfeld über Töpfe, Messer und Geschirr über alles Nötige verfüge, könnten Schüler damit im Klassenzimmer selbst kochen. Wissen aus unterschiedlichsten Schulfächern könne dadurch alltagsnah vermittelt und gleichzeitig die Wertschätzung für Lebensmittel sowie soziale Kompetenzen der Schüler gefördert werden.
Getränke und ihre Eignung für Kinder
Forum vier thematisierte die Vielfalt der Getränke und ihre Eignung für Kinder. Ursula Liersch von der Verbraucherzentrale Bayern zeigte den Teilnehmern, was wirklich in den (vermeintlichen) Getränken enthalten ist und gab Anregungen für gesunde und leckere Alternativen für Kinder, jenseits von Eistee, Cola und Energydrinks.
Für die Teilnehmer aus Kindertagesstätten und Schulen stellt die Fachtagung jedes Jahr ein Highlight dar. Abwechslungsreiche Themen, die auch mal "über den Tellerrand hinaus" gehen, gewährleisten immer wieder neuen Input für die Zielgruppe.

Fachtagung 2017

Fachtagung 2017: Richtig gut essen in Kita und Schule

Richtig gut essen ist ein Genuss – und das nicht nur für Erwachsene! Immer mehr Kinder werden ganztags in Kita und Schule betreut. Daher wird eine genussvolle und ausgewogene Zwischen- und Mittagsmahlzeit auch dort zunehmend wichtiger. Fast 100 Akteure aus der Kita- und Schulverpflegung in Oberbayern West kamen zur diesjährigen Fachtagung "Richtig gut essen in Kita und Schule" am 12. Juli 2017 ins Veranstaltungsforum Fürstenfeld. Die Themen waren breit gefächert und auch für den kollegialen Austausch bot sich in dem schönen Ambiente ausreichend Gelegenheit.
Dr. Simone Eckert vom KErn stellt die Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung vor.
Bayerische Leitlinien Kita- und Schulverpflegung
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Dr. Simone Eckert vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Kulmbach die neuen Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung vor, die das Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten herausgegeben hat. Sie sind eine Orientierungshilfe für eine schmackhafte, gesunde und akzeptierte Verpflegung in Bayerns Kitas und Schulen und basieren auf den vier Leitgedanken Gesundheit, Wertschätzung, Nachhaltigkeit und Ökonomie.
Ingo Barlovic mit seinem unterhaltsamen Vortrag.
Lebenswelt und Essverhalten unserer Kids zwischen Dichtung und Wahrheit
Ingo Barlovic, Geschäftsführer des auf junge Zielgruppen spezialisierten Marktforschungsunternehmens iconkids & youth international research GmbH, legte in seinem Vortrag dar, wie die Ernährungssituation des Nachwuchses wahrgenommen wird und wie sie heute tatsächlich aussieht. „Die Kinder ernähren sich im Durchschnitt heute nicht ungesünder als ihre Elterngeneration“, informierte er. Man müsse beachten, dass es auch beim Essen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gebe. Je niedriger der soziale Status sei, desto häufiger seien die Kinder übergewichtig oder adipös. Die Herausforderung sei dabei, Kinder und Eltern auch aus dieser sozial schwachen Zielgruppe mit Ernährungsberatung und -erziehung zu erreichen.
„Ein pragmatisch ausgerichteter Kochkurs bringt bei schwierigen Elternmilieus mehr als das Herunterbeten von Nährstoffen“, so sein Tipp. Wie kann es nun gelingen, der jungen Generation gesundes Essen schmackhaft zu machen? Den Kindern ist am wichtigsten, wie das Essen schmeckt, wie es aussieht und wie es riecht – das muss also schon einmal stimmen. Dann bleibt noch, es alters- und gendergerecht zu verkaufen. Helfen kann dabei etwa ein entsprechender Name, so schmeckt ein Kraftbäumchen den Kitakindern besser als schnöder Broccoli. Auch Vorbilder oder Idole können als Zugpferde dienen: Wie ernährt sich ein erfolgreicher Fußballer oder eine hippe Popsängerin? Wolle man Jungs und Mädchen gleichzeitig ansprechen, biete sich das Thema Sport an. „Sport kommt bei beiden Gruppen an“, empfiehlt Barlovic.
Forum 1: Lebensmittelreste in der Kita- und Schulverpflegung - Praktische Hinweise zur Vermeidung
Die Diplom-Ökotrophologin Antonia Blumenthal beleuchtete, wie (viele) Lebensmittelreste in der Kita- und Schulverpflegung entstehen und sich gezielt vermeiden lassen. Die Teilnehmer konnten viel zum Thema beisteuern, sodass ein reger Austausch stattfand.
Silke Zotter im Forum.
Forum 2: Versteckt und unentdeckt? Süßungsmittel in aller Munde
Hinter welchen Begriffen sich verschiedene Zucker verstecken und in welchen Lebensmitteln sie – in unerwarteter Menge – enthalten sind erklärte Diplom-Ökotrophologin Silke Zotter. So finden wir etwa in Apfelsaft genau so viel Zucker wie in Cola, nämlich sieben Stück Würfelzucker in 200 ml. Honig und Stevia z. B. sind aber auch keine echten Alternativen.
Forum 3: Verpflegungsangebot positiv vermarkten
Die Journalistin Petra Plaum gab Tipps und Anregungen, wie die Schulen und Kitas ihr Verpflegungsangebot besser vermarkten können. Neben den Top 10 der gut verständlichen Texte und der Information, was einen guten Nachrichtenwert ausmacht, beschrieb sie ganz pragmatisch, wie man vorgehen kann, um seine Texte und Pressemeldungen möglichst erfolgreich an den Journalisten zu bringen. Generell wichtig: „Erfragen Sie den richtigen Ansprechpartner.“