Europäisches Schutzgebiet Natura 2000

Sich schlängelnder Flusslauf mit bewaldeten UfernZoombild vorhanden

Donau-Altwasser

Das Netz "Natura 2000" besteht aus sogenannten Flora-Fauna-Habitat-Gebieten (FFH-Gebiete), ausgewiesen entsprechend der FFH-Richtlinie vom 21.05.1992 und den Vogelschutzgebieten, den sogenannten Special Protected Areas (SPA-Gebiete) gemäß der Vogelschutzrichtlinie vom 02.04.1979.
In den jeweiligen Anlagen zu diesen beiden Richtlinien sind Arten und Lebensraumtypen aufgeführt, die besonders schützenswert sind und deren Erhalt durch die Schutzgebiete gesichert werden soll.
In einem weiteren Schritt werden diese Schutzgüter in dem jeweiligen FFH- oder SPA-Gebiet kartiert, der aktuelle Zustand festgestellt und Maßnahmen entwickelt, die entweder notwendig oder wünschenswert sind, um ein bestimmtes Schutzgut zu erhalten bzw. die Lebensbedingungen dafür zu verbessern.
Dieser Maßnahmenkatalog wird mit sämtlichen Fachgrundlagen in einem umfangreichen sogenannten Managementplan (MPL) festgehalten, mit den Beteiligten diskutiert und der Öffentlichkeit bekannt gegeben.
Das Natura 2000-Management ist in Bayern ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Naturschutzbehörden und der Forstverwaltung, die nach festgelegten Regeln zusammenarbeiten. Für Angelegenheiten, die den Wald betreffen gibt es in jedem Amt innerhalb der Bayerischen Forstverwaltung eine/n Ansprechpartner/in, sogenannte Gebietsbetreuer/innen.
In Bayern besteht das Natura 2000-Netz aus 661 FFH-Gebieten mit einer Fläche von ca. 797.000 Hektar (abgekürzt: ha, 11,3% der Landesfläche), sowie 83 Vogelschutzgebieten mit 544.248 ha. Vielfach überdecken sich die Vogelschutzgebiete mit den FFH-Gebieten.

Natura 2000 im Amtsbereich

Menschen vor Hang zum FlussZoombild vorhanden

Übergabe von Natura 2000 Managementplänen auf dem Finkenstein

Im Zuständigkeitsbereich des AELF Pfaffenhofen - mit den Landkreisen Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen - befinden sich 14 Natura 2000-Gebiete (zwölf FFH- und zwei Vogelschutzgebiete) mit einer Gesamtfläche von ca. 10.500 Hektar. Der Waldanteil beträgt ca. 5.290 ha.
Das kleinste FFH-Gebiet mit ca. 0,5 ha wurde zum Schutz einer Fledermauskolonie (Mausohr) ausgewiesen.
Das größte Natura 2000-Gebiet, ein Vogelschutzgebiet (Donauauen zwischen Lechmündung und Ingolstadt) mit ca. 6.995 ha dient dem Schutz der letzten großen Auwälder, den naturbelassenen Flussbereichen und dem Erhalt der Lebensräume für die einheimische Vogelwelt.
Schwerpunktmäßig wurden vor allem entlang der Donau die ausgedehnten naturnahen Donauauen unter Schutz gestellt.
2015 konnten in vier Natura 2000-Gebieten die Managementpläne fertiggestellt werden und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die Managementpläne sind nur für die zuständigen staatlichen Behörden verbindlich, für den Grundstückseigentümer und Nutzer hat er lediglich Hinweischarakter. Für alle Beteiligten gilt jedoch das "Verschlechterungsverbot" gem. § 33 Abs.1 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG).

Die Natura 2000-Gebiete des AELF Pfaffenhofen

  • FFH-Gebiet 7132-371 "Mittleres Altmühltal mit Wellheimer Trockental und Schambachtal"
  • FFH-Gebiet 7136-303 "Mausohrkolonie in der südlichen Frankenalb"
  • FFH-Gebiet 7136-304 "Donauauen zwischen Ingolstadt bis Weltenburg"
  • FFH-Gebiet 7232-301 "Donau mit Jura-Hängen zwischen Leitheim und Neuburg"
  • FFH-Gebiet 7233-371 "Amphibienhabitate um Neuburg"
  • FFH-Gebiet 7233-372 "Donauauen mit Gerolfinger Eichenwald"
  • FFH-Gebiet 7233-373 "Donaumoosbäche, Zucheringer Wörth und Brucker Forst"
  • FFH-Gebiet 7234-371 "Oberstimmer Schacht"
  • FFH-Gebiet 7332-301 "Illdorfer, Kundinger, Eschlinger Leiten"
  • FFH-Gebiet 7335-371 "Feilenmoos mit Nöttinger Viehweide"
  • FFH-Gebiet 7433-371 "Paar"
  • FFH-Gebiet 7839-371 "Mausohrkolonie im unterbayerischen Hügelland"
  • SPA-Gebiet 7131-471 "Felsen und Hangwälder im Altmühltal und Wellheimer Trockental"
  • SPA-Gebiet 7231-471 "Donauauen zwischen Lechmündung und Ingolstadt"