Dritte Bundeswaldinventur: Auswertung für die Planungsregion Ingolstadt

Etwa alle 10 Jahre findet in Deutschland eine Inventur der Waldflächen statt. Bei diese sogenannten "Bundeswaldinventuren" werden in einem Raster von vier mal vier Kilometern Informationen über die Waldfläche, die Baumartenzusammensetzung, das Waldalter, die Mischung der Wälder, den Totholzanteil und andere naturschutzfachliche Kriterien erhoben.

Die Methode: Probepunkte und Inventurraster

Um statistisch abgesicherte Informationen zu erhalten, benötigt man eine bestimmte Anzahl von Probepunkten. Da das Inventurraster vier mal vier Kilometer beträgt, ist die kleinste Auswertungsebene die der Planungsregionen.
Die Wälder im Amtsbereich des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen an der Ilm sind Teil der "Planungsregion Ingolstadt". Diese Planungsregion umfasst die Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt und die kreisfreie Stadt Ingolstadt.

Planungsregion Ingolstadt - Planungsverband Region Ingolstadt Externer Link

Die wichtigsten Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur "BWI³"

für die Planungsregion Ingolstadt (Stand 2012):

  • Die Waldfläche beträgt 92.419 Hektar.
  • Der überwiegende Waldanteil von 55,1 % in der Planungsregion Ingolstadt ist Privatwald.
  • Der durchschnittliche Holzvorrat beträgt 378 Vorratsfestmeter/Hektar.
  • Die Fichte ist mit 43,1 % die vorherrschende Baumart in der Planungsregion und stellt mit 51,3 % den Großteil des Holzvorrats. Ihr folgt die Buche mit 21,8 % der Waldfläche und 19,5 % des Holzvorrates. Die Kiefer nimmt 13,9 % ein. Ihr folgen Laubhölzer wie Eiche, Ahorn, Erle, Weide, Birke, Pappel, Ulme.
  • Der durchschnittliche Holzzuwachs liegt über alle Baumarten und Altersklassen bei 11,03 Vorratsfestmetern/Hektar/Jahr.
  • Die Holznutzung liegt mit 11,68 Vorratsfestmeter/Hektar/Jahr – mit Ausnahme des Landeswaldes – etwas über dem Zuwachs.
  • Gründe für den leichten Vorratsabbau sind die gezielte Schaffung von artenreichen Mischwäldern, wofür zunächst hiebsreife Fichten- und Kiefernbestände geerntet werden müssen. Zudem musste in Fichtenwälder auf Grund von Borkenkäfervermehrungen und Stürmen Holz geerntet werden.
  • Der Totholzvorrat liegt bei 16,1 Vorratsfestmetern/Hektar.

Weitere Informationen und regionalisierte Auswertungen