Erstaufforstungen, Kurzumtriebsplantagen, Christbaumkulturen

Kurzumtriebsplantage (KUP)

Sie möchten eine bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche oder Brache aufforsten?

Immer wenn Sie Waldbäume mit flächiger Ausdehnung auf einem Acker oder auf Brachflächen säen oder pflanzen wollen, brauchen Sie eine Erstaufforstungsgenehmigung. Das gilt auch für Christbaum-, Schmuckreisig- und Kurzumtriebskulturen (Energiewald).

Ein paar Tipps vorab

Bevor Sie sich mit der detaililerten Planung beschäftigen, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit Ihrem zuständigen Beratungsförster. Er kann Ihnen nützliche Tipps zum Antragsverfahren, der Flächenausformung, der Baumartenwahl und zu Fördermöglichkeiten geben

Rechtliche Grundlagen

Jede Erstaufforstung (Saat oder Pflanzung von Waldbäumen auf bisher nicht forstlich genutzten Grundstücken) ist nach Art. 16 Abs. 1 des Waldgesetzes für Bayern erlaubnispflichtig. Das Gleiche gilt für die Anlage von Christbaum-, Schmuckreisig- und Kurzumtriebskulturen.

Waldgesetz für Bayern (BayWaldG) - Bayerische Staatsregierung Externer Link

Verfahrensablauf

Um das Verfahren zu beschleunigen sollte der Antrag alle notwendigen Angaben (siehe Antragsformular) sowie die Zustimmung der Verfahrensbeteiligten (Unterschrift) oder zumindest deren Anschriften enthalten. Verfahrensbeteiligte sind die Eigentümer und Nutzungsberechtigten (z. B. Pächter) der an das Aufforstungsgrundstück angrenzenden Grundstücke. Mit dem Antrag sollte auch ein Lageplan möglichst im Maßstab 1 : 5.000 vorgelegt werden, aus dem die Lage der Aufforstungsfläche und die Lage und Nutzungsart der benachbarten Grundstücke ersichtlich ist.
Die untere Forstbehörde am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten leitet eine Antragsfertigung (mit Lageplan) zur fachlichen Stellungnahme an die untere Naturschutzbehörde weiter. Zudem hört sie die Gemeinde und – soweit notwendig – weitere Behörden, z. B. das Wasserwirtschaftsamt oder das Amt für Ländliche Entwicklung, wenn das Grundstück z. B. in einem Wasserschutzgebiet liegt oder in ein Flurbereinigungsverfahren einbezogen wurde. Die untere Forstbehörde entscheidet schließlich im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltungsbehörde über den Erstaufforstungsantrag. Soweit notwendig kann eine Erlaubnis dabei durch Auflagen (z.B. Freihaltung bestimmter Teilflächen; Baumartenwahl o. ä.) eingeschränkt werden.

Zur Antragstellung

Anträge sollen möglichst frühzeitig (mindestens drei Monate) vor der beabsichtigten Erstaufforstung eingereicht werden, um einen reibungslosen Ablauf des Verfahrens zu ermöglichen.
Antragsformulare liegen bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus und sollen dort auch eingereicht werden. Sie können das Antragsformular auch auf dieser Seite herunterladen.

Antragsformular Erstaufforstung - Zum Ausdrucken pdf 806 KB

Wenn Sie ein Dauergrünland aufforsten wollen, nutzen Sie bitte diesen Antrag:

Antragsformular Erstaufforstung bei Dauergrünland - Zum Ausdrucken pdf 831 KB

Fördermöglichkeiten bei Erstaufforstung

Für Erstaufforstungen gibt es Fördermöglichkeiten durch den Freistaat Bayern. Nähere Informationen zum waldbaulichen Förderprogramm finden Sie im Merkblatt zur Erstaufforstung im Waldbesitzer-Portal Bayern.

Waldbauliche Förderung - Waldbesitzer-Portal Bayern Externer Link